Zipfels geheimer Backplan

In der Adventszeit dreht sich im Wichteldorf alles um Plätzchenbacken. Wichtel Zipfel war der Chef-Bäcker und er war sehr stolz auf seine Zimtsterne.

Jedes Jahr half Zipfel den Kindern der Grundschule, indem er ihnen nachts kleine Backzutaten vor die Tür stellte: Eine Prise Zimt hier, ein ausgestochener Stern dort. Die Kinder dachten, ihre Eltern hätten das vergessen, aber in Wirklichkeit war es Zipfels Zauberei.

Eines Dienstags im Dezember fiel Zipfel etwas auf. Er bemerkte, dass der kleine Max aus der 1b, der sonst immer fröhlich war, traurige Augen hatte. Max‘ Familie hatte nicht viel Geld für teure Backzutaten.

Zipfel wusste, dass er helfen musste. Doch wie? Er durfte sich den Kindern nicht zeigen.

Er hatte eine Idee. In der Nacht, als alle schliefen, schlich Zipfel zur Schulküche. Er warf einen magischen Zimtstern in den großen Mehlsack und rührte mit seinem Zauberstab dreimal um. „Simsalabim, der Teig wird gut, und Max‘ Familie kriegt neuen Mut!“

Am nächsten Morgen war Backtag in der 1b. Die Kinder kneteten und formten. Doch als sie ihre Zimtsterne aus dem Ofen holten, geschah etwas Wunderbares: Die Plätzchen von Max waren nicht einfach nur lecker, sie glänzten und funkelten wie kleine Diamanten und rochen nach dem schönsten Weihnachtszauber der Welt!

Max war überglücklich und teilte seine glitzernden Zimtsterne mit der ganzen Klasse. Jeder, der einen aß, musste sofort lächeln.

Zipfel, der alles durch das Fenster beobachtete, wackelte zufrieden mit seiner grünen Zipfelmütze. Er wusste, dass die Magie der Adventszeit die beste Zutat von allen war: Freude teilen und an andere denken.

Eure Mathilda